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 Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. Regionalverein Osnabrück e.V.

Octagoni bedankt sich bei der Sparkasse für den Flyerdruck

  Wir danken der Sparkasse
   Rheine für die Finanzierung
   des Flyerdruckes. 

Hochbegabung muss erst einmal erkannt werde


  

Die Förderung von begabten und hochbegabten Kindern und Jugendlichen ist bundesweit das Ziel verschiedener Vereine und Institutionen. In der alltäglichen Arbeit wird allerdings klar, dass in der jeweils separaten Problembearbeitung die Möglichkeiten aller Beteiligten schnell an Grenzen stoßen. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee, unter Einbeziehung breiter gesellschaftlicher Kreise ein „Bündnis“ zu gründen, welches beitragen könnte, Hochbegabung zu entdecken und zu fördern. Dieser im Verein „Pro Intelligenz“ aus Ibbenbüren entwickelten Idee konnten sich mit „Octagoni“ aus Rheine und „Querkopf“ aus Greven zwei weitere Vereine aus dem Kreis Steinfurt anschließen. Zusammen waren sie einer Einladung zur Darstellung des Vorhabens am letzten Donnerstag in die Kreisverwaltung Steinfurt gefolgt. Die Vertreter der drei Vereine wurden dort vom Kreisdirektor Dr. Wolfgang Ballke und dem Leiter der Schulpsycholgischen Beratungsstelle des Kreises Steinfurt, Herrn Paul Mangel empfangen.

Ziel dieses Treffens war es, ein derartiges Bündnis vorzubereiten, welches Möglichkeiten zur Erkennung und Entfaltung der vorhandenen Kompetenzen eröffnen und so verhindern soll, dass aus hochbegabten Kindern Schulverweigerer und Schulversager werden. Bündnispartner sollen in der Wirtschaft, in der Politik, in Wissenschaft und Forschung und im Erziehungsbereich
gefunden werden.
Herr Dr. Frey, Vorsitzender des Vereins „Pro Intelligenz“ erläuterte das gemeinsame Anliegen.
Als hochbegabt gilt, wer einen Intelligenzquotienten von mindesten 130 erreicht. Diese Hochbegabung äußert sich in vielfältiger Form. Wird das Kind mit seinen Fähigkeiten von Elternhaus, Kindergarten, Schule und dem sozialen Umfeld erkannt und anerkannt, kann es sich glücklich und zufrieden entwickeln. Wird dem Kind die Anerkennung seiner Fähigkeiten verwehrt, entstehen Unstimmigkeiten, die gerade ein hochbegabtes Kind oft besonders stark wahrnimmt, da „hochbegabt“ oft eben auch „hochsensibel“ bedeutet. Der Umgang mit dem Kind wird immer anstrengender. Das Kind wird immer unglücklicher, verhaltensauffällig und manchmal psychisch oder physisch krank. Schlussendlich können dann „gescheiterte“ oder sogar psychisch kranke Erwachsene entstehen.
Doch selbst wenn ein Test zeigt, dass das Kind hochbegabt ist, verbessert sich die Situation nicht unbedingt, wenn nämlich die Hochbegabung nicht als Ursache für die Schwierigkeiten des Kindes erkannt wird. Kinder mit bestimmten Auffälligkeiten wie AD(H)S (= Aufmerksamkeits-Defizit-[Hyperaktivitäts]-Syndrom) oder Menschen mit realen psychischen Störungen wie z. B Depression oder „Borderline“-Störungen werden häufig als hoch-intelligent  beschrieben; entsprechende Studien zeigen, dass dabei nicht selten eine Hochbegabung vorliegt.
So wird angenommen, dass von den hochbegabten Schülern ein Drittel erfolgreich und ohne Probleme die Schulzeit durchläuft, ein weiteres Drittel seine Probleme meistert aber deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt („Underachiever“) und das letzte Drittel seine Probleme nicht in den Griff bekommt und schließlich scheitert bis hin zur „Unbeschulbarkeit“. Natürlich variieren diese Zahlen von Studie zu Studie bei gleich bleibender Aussage
Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, dass der Ritalin-Verbrauch (Ritalin hilft Kindern, ruhiger zu werden) in den letzten Jahren exponential angestiegen ist. Auch hier wird häufig festgestellt, dass die so behandelten Kinder nicht selten hoch-intelligent sind. So wären Einstein oder Mozart nach heutigen Einschätzungen als AD(H)S-Kinder eingestuft und unter heutigen Maßstäben wohl entsprechend behandelt worden; möglicherweise hätte Einstein keine Relativitätstheorie entwickelt und Mozart keine „Zauberflöte“ komponiert, wenn man ihre Kreativität mit Ritalin
„weg-therapiert“ hätte.

Um eine Verbesserung der Situation für die Hochbegabten zu erreichen, muss die Hochbegabung erst einmal erkannt werden und es ist zu prüfen, ob sie ursächlich für bestehende Schwierigkeiten ist. Außerdem muss man lernen, mit diesem Thema unbefangen umzugehen. Während es z.B. üblich ist, sportliche und musische Hochbegabungen bei sich und anderen offen anzuerkennen und frei darüber zu reden, diese Begabung sogar zu bewundern, gibt es diese selbstverständliche Offenheit bei der intellektuellen Hochbegabung noch nicht und Betroffene werden mit
Argwohn betrachtet.
Dr. Wolfgang Ballke jedenfalls zeigte sich offen für dieses Thema. Er signalisierte, dass der Landrat die Schirmherrschaft über das „Bündnis für Hochbegabung“ übernehmen würde, wenn die Vereine die Vorarbeit geleistet hätten. Er würde auch gern seine Möglichkeiten nutzen, Kontakte herzustellen, damit die Vereine ihr Anliegen auch vortragen können.



 

Octagoni bedankt sich für die neue Homepage

 Diese Homepage ist das Ergebnis
  der ersten Steinfurter Börse
  2008. Wir danken abstracto für
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  Jeden 1. Donnerstag im Monat in der
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